Ein Blick hinter die Kulissen: Die Entstehung eines Kunstwerks

Begleite mich von der ersten Idee bis zum fertigen Werk. Meine abstrakten Arbeiten entstehen aus einem inneren Spannungsfeld, das viele kennen: der Wunsch, sichtbar zu sein – und gleichzeitig in sich zu ruhen. Selbstwert übersetze ich dabei nicht in „Botschaften“, sondern in Bildsprache: Weite im Brustkorb, Klarheit im Stand, Präsenz ohne Druck.

Der kreative Prozess: Emotionen, Handlungen, Herausforderungen

Am Anfang steht fast immer ein Gefühl, das sich körperlich zeigt: Enge oder Weite, Anspannung oder Ruhe. Ich arbeite oft in zwei Bewegungen:

  • Die ruhige Linie: helle, atmende Flächen, viel Raum, leise Übergänge – wie ein inneres Ausatmen.
  • Die kraftvolle Linie: kräftigere Kontraste, deutlicher gesetzte Formen, mehr Spannung – wie ein klares „Ich stehe.“

Die Herausforderung ist dabei nicht, es „schön“ zu machen, sondern stimmig: Wann trägt das Werk wirklich – und wann bemüht es sich noch um Anerkennung? Genau da entsteht Tiefe.

Meine Techniken und Materialien: Ein Qualitätsversprechen

Ich arbeite mit professionellen, langlebigen Materialien und baue meine Werke in Schichten auf. Manchmal entstehen ruhige, matte Flächen, manchmal spürbare Struktur (Schichtung, Kanten, Relief). Beides hat einen Zweck: Das Auge bekommt Halt – und der Raum bekommt Atmosphäre.
Mein Anspruch: Ein Werk soll nicht nur beim ersten Blick überzeugen, sondern im Alltag wirken – morgens, abends, nach Wochen, nach Monaten.

Mein Fokus: Was beim Schaffen wichtig ist

Drei Dinge sind für mich entscheidend:

  • Weite: Das Bild soll Luft lassen – damit du dich nicht „zugestellt“ fühlst.
  • Klarheit: Jede Setzung hat eine Aufgabe. Nichts ist nur Deko.
  • Würde: Präsenz ohne Lautstärke. Ein Werk darf stark sein, ohne zu schreien.

So wird Kunst zu einem Gegenpol zur Dauerleistung: nicht antreibend, sondern tragend.

Einblick in mein Atelier und meine Arbeitsroutine

Ich starte mit Ankommen: Blick klären, Körper entspannen, Atem finden. Dann folgt Rhythmus: schichten, zurücktreten, prüfen, reduzieren. Ein großer Teil meiner Arbeit passiert im Sehen: Abstand nehmen, Wirkung testen, Ruhe aushalten.
Gerade bei abstrakter Kunst ist das entscheidend – denn das Bild muss aus jeder Entfernung funktionieren: nah (Struktur, Schichten) und weit (Komposition, Präsenz).

Qualitätssicherung: Wie ich mich stetig weiterentwickle

Ich dokumentiere Prozesse, reflektiere Entscheidungen und prüfe Materialverhalten, Farbstabilität und Oberfläche. Ich entwickle Serien weiter, damit sich meine Bildsprache vertieft – statt sich zu wiederholen. Qualität bedeutet für mich: Handwerk, Haltbarkeit und eine Wirkung, die bleibt.

Vom Skizzenblock zum Kunstwerk: Der komplette Prozess

  • Impuls: Enge/Weite, Ruhe/Spannung – Selbstwert als Körpergefühl.
  • Komposition: Ruhepunkte setzen, Balance finden, Raum planen.
  • Grundlagen: Atmosphäre anlegen (hell/weit oder kräftig/kontrastreich).
  • Aufbau: Schichten, Kanten, Struktur oder Flächen – je nachdem, was das Werk braucht.
  • Pausen: wirken lassen, mit frischem Blick zurückkommen.
  • Klärung: reduzieren, stärken, „zu viel“ entfernen.
  • Finish: Oberfläche prüfen, signieren, dokumentieren, sicher verpacken.

Am Ende soll das Werk eins können: den Raum halten – und dich immer wieder an etwas erinnern, das leiser ist als Applaus und trotzdem verlässlich: Mein Wert steht fest.

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